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Energiewende 2011 - 2022

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Besuch des Bioenergieparks Saerbeck

Der MIT-Kreisvorsitzende Dieter Jasper MdB, die Saerbecker CDU-Ortsvorsitzende Annegret Raffel und die Stadtverbandsvorsitzende von Rheine Monika Lulay im Kreise interessierter Besucher bei der Besichtigung des Bioenergieparks Saerbeck

Im Rahmen der gemeinsamen Veranstaltungsreihe "Energiewende 2011 - 2022" besuchten die Kreismittelstandvereinigung und die Stadtunion Rheine die Gemeinde Saerbeck. Die kleine Gemeinde im Herzen des Kreises Steinfurt ist ein Vorreiter in Sachen erneuerbarer Energien und hat daher folgerichtig im Jahr 2009 den Titel NRW-Klimakommune der Zukunft gewonnen. Zahlreiche öffentliche Gebäude sind mit Solarenergie ausgestattet und werden über ein Nahwärmenetz mit Wärme versorgt. In der gläsernen Heizzentrale kann man die moderne Holzpellet-Anlage besichtigen, die derzeit das Herzstück der kommunalen Wärmeversorgung bildet und neben der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule und anderen öffentlichen Gebäuden in Zukunft auch die Volksbank und die katholische Kirche mit Wärme versorgen wird. In einem aufschlussreichen Vortrag erläuterte Ludger Greiling, der Gebäudemanager der Gemeinde Saerbeck, den interessierten Besuchern unter Führung von Dieter Jasper, Vorsitzender der Kreismittelstandvereinigung und Monika Lulay, Stadtunionsvorsitzende von Rheine, die Vorteile der neuen Ausrichtung. Die Gemeinde Saerbeck spare derzeit jährlich etwa 50.000 Euro Energiekosten und plane bis zum Jahr 2030 eine positive Energiebilanz. Wahrscheinlich sei man schneller, erklärte Ludger Greiling den Anwesenden mit einem Lächeln und nicht ohne Stolz.

Ein Grund hierfür dürfte der gerade entstehende Bioenergiepark sein, der rund um ein ausrangiertes Munitionsdepot der Bundeswehr entsteht. Auf rund 70 der 92 vorhandenen Munitionsbunkern, deren Mauerschrägen auf der einen Seite nach Süden ausgerichtet sind, werden Photovoltaik-Anlagen errichtet werden. Ein Umstand, den beim Bau damals natürlich noch niemand bedacht hat, heute aber ein Glücksfall für die Gemeinde Saerbeck ist, wie Heinz Klostermann vom Verkehrsverein erläuterte. "Die Gemeinde Saerbeck hat die ganze Anlage zu günstigen Konditionen von der Bundesvermögensverwaltung erwerben können, da man damals davon ausging, dass die Bunker zu enormen Kosten zurückgebaut werden müssten", so Klostermann. "Heute lagert hier vor allem Streusalz und morgen wird hier Strom produziert." Dieser Strom kommt jedoch nicht allein aus Solaranlagen, sondern zudem werden noch sieben hochmoderne Windkraftanlagen auf der weitläufigen Anlage errichtet, sowie zwei Biogas-Anlagen. Diese gehen schon bald in Betrieb und die Besucher aus Rheine und der Kreismittelstandsvereinigung hatten das Glück, dass am Tag der Besichtigung große Treckertransporte im Minutentakt Mais anlieferten. Riesige Maisberge wurden hier zum Betrieb der Biogasanlagen aufgetürmt und keiner der Anwesenden hatte bisher in seinem Leben eine derartig große Menge an Mais gesehen. Die kleine Gemeinde Saerbeck hat nicht nur Mais, sondern großes auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien bewegt und wird in Zukunft weitere Maßstäbe setzen. Nächste Station der Veranstaltungsreihe wird der Bürgerwindpark in Steinfurt sein.

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