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06.05.10: Saarlands Ministerpräsident Peter Müller in Greven PDF Drucken E-Mail

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30.04.10: Smarter Franke zum Anfassen PDF Drucken E-Mail

Quelle: Ibbenbürener Volkszeitung

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30.04.10: Ein Franke trifft auf Kohle PDF Drucken E-Mail

Quelle: Münstersche Zeitung

IBBENBÜREN Wie wichtig die NRW-Landtagswahl für die CDU am 9. Mai ist, unterstreicht der Wahlkampfauftritt von Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) am Donnerstag in Ibbenbüren.

Der Verteidigungsminister bei seiner Rede.
Foto: Lehmkuhl
Nur mit wenig Verspätung traf die große Hoffnung der Schwesterpartei auf dem hoch gesicherten Ibbenbürener Neumarkt ein. Karl-Theodor zu Guttenberg nahm zum Schrecken der Sicherheitsleute ein Bad in der Menge, bevor er mit den Landtagskandidaten zum Rednerpult spazierte.

Respekt

„Wenn Karl-Josef in den Fraktionssitzungen seine Hand gehoben hatte, so weit konnte die Kanzlerin ihre Augen gar nicht in den Himmel rollen, wie diese Wortmeldung letztlich schon vorausgesagt hat, was da kommen mag“, begründete der 39-jährige Oberfranke, weshalb er die Einladung des NRW-Arbeitsministers zu dieser Wahlkampfveranstaltung nicht ausschlagen konnte.

„Dieser Karl-Josef Laumann hat seine Heimat damals als Bundestagsmitglied in der Hauptstadt so vertreten, dass man das Gefühl hatte, Berlin sei ein kümmerlicher Vorort von Ibbenbüren“, machte zu Guttenberg Werbung für den Riesenbecker.

In der Politik müsse die Phasendrescherei ein Ende nehmen. „Umso wichtiger ist es, Personen in Westfalen zu sehen, die auch mal bereit sind über Dinge zu sprechen, die vielleicht nicht sofort Jubel auslösen, sondern das sagen, was man die unbequeme Wahrheit nennt“, so zu Guttenberg. Manche fragten sich, weshalb er eingeladen worden sei. „Ob ich als Fleisch gewordene Altlast hier stehe“, sprach Karl-Theodor zu Guttenberg seine Zeit als Bundeswirtschaftsminister an. In dieser Zeit hätten Ministerpräsident Jürgen Rüttgers und Karl-Josef Laumann mit ihm darüber diskutiert, was Steinkohle und Bergbau für diese Region bedeutet. „Damit bin als Oberfranke nicht zwingend groß geworden, habe aber dann verstanden, dass jemand seine Heimat verteidigt“.

Afghanistan

„Solidarität heißt denjenigen zu helfen, die sich selbst nicht helfen können. Solidarität heißt aber nicht, denen zu helfen, die sich selbst helfen können, aber nicht wollen“, sprach der zweifache Familienvater die Diskussion um Hartz IV an. Zehn Minuten seiner gut halbstündigen Rede ging zu Guttenberg schließlich auch noch auf Afghanistan ein und brach dabei eine Lanze für die dort kämpfenden Bunderwehrsoldaten.


Nach der Rede schmeckte dem Minister das Bier.
Foto: Lehmkuhl

 

 
30.04.10: Guttenberg gibt sich in Ibbenbüren als smarter Franke zum Anfassen PDF Drucken E-Mail

Quelle: Ibbenbürener Volkszeitung



„Ibbenbüren ist mit Abstand der  flexibelste Ort, den ich kennenlernen durfte.“ Das Wasser wurde für den  Franken schnell in ein kühles Bier umgetauscht.
„Ibbenbüren ist mit Abstand der flexibelste Ort, den ich kennenlernen durfte.“ Das Wasser wurde für den Franken schnell in ein kühles Bier umgetauscht.
(Fotos: Elke Lutterberg)


Ibbenbüren. Er macht seine Sache gut. Als Karl-Theodor zu Guttenberg den Neumarkt betritt, schüttelt er ganz vielen die Hand, spricht hier und da ein paar Worte, lobt auf der Bühne den NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann über den grünen Klee und redet frank und frei rund 50 Minuten über Gott und die Welt. Ohne Manuskript ist seine Rede geschliffen.


Lokalvideo auf  mazzTV.de: Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg unterstützt  die CDU im NRW-Wahlkampf.
Lokalvideo auf mazzTV.de: Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg unterstützt die CDU im NRW-Wahlkampf.


Der CSU-Mann spricht viel von Respekt, von Aufrichtigkeit, von Solidarität, national und international. Das kommt bei den rund 1500 Menschen gut an, immer wieder bekommt der Bundesverteidigungsminister Applaus. Die Leute mögen den Spitzenpolitiker mit Gardemaß, den smarten Franken, der zwischenzeitlich auch noch schnell Komplimente an die „schöne“ CDU-Wahlkreiskandidatin Christina Schulze-Föcking verteilt, neben der er ja wie „Methusalem“ wirke.

Geschickt beschreibt er auch Laumanns Hartnäckigkeit, der ihn „liebenswürdig, nachdrücklich“ darum gebeten habe, nach Ibbenbüren zu kommen. Und wenn der NRW-Arbeitsminister pfeift, kommt der Bundesverteidigungsminister, deutet zu Guttenberg an.

>> Lesen Sie den ganzen Artikel und weitere zum Thema Freitag in unserer Zeitung.

VON SABINE PLAKE, IBBENBÜREN

 

 
30.04.10: NRW-Wahlkampf: Verteidigungsminister Guttenberg zu Gast in Ibbenbüren PDF Drucken E-Mail

Quelle: Westfälische Nachrichten

NRW-Wahlkampf: Verteidigungsminister Guttenberg zu Gast in Ibbenbüren

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg nahm während des  Wahlkampfes in Ibbenbüren ein Bad in der Menge und traf dabei auch  Sebastian Leidinger, der als Aufbauhelfer in Kundus gewesen war.Foto:
Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg nahm während des Wahlkampfes in Ibbenbüren ein Bad in der Menge und traf dabei auch Sebastian Leidinger, der als Aufbauhelfer in Kundus gewesen war.Foto:
(Jürgen Peperhowe)


Ibbenbüren - Als ob es noch eines Beweises bedurft hätte: Der kernige Verteidigungsminister verschmähte die Treppe und sprang bei seinem Besuch in Ibbenbüren stattdessen auf die Bühne, wo ihn neben den drei CDU-Landtagskandidaten und dem Bundestagskollegen Dieter Jasper ein Mikrofon, ein Tisch und ein Glas Wasser erwarteten.

Das veranlasste Karl-Theodor zu Guttenberg nach wenigen Minuten seiner Wahlkampfrede gestern auf dem Markt zu einer überraschenden Beschwerde: Er hätte selten auf einer Bühne gestanden, wo auf einem so großen Tisch ein so kleines Wasser, aber kein Bier gestanden hätte, jammerte er.

Das ließen sich die Gastgeber, die CDU im Kreis Steinfurt, nicht lange sagen und organisierten ein schnelles Bier. So war der Minister wieder beruhigt, und er lobte Ibbenbüren als den „mit Abstand flexibelsten Ort, den er kennenlernen durfte“.

Aber bei allem Flachs gab es doch viele politische Themen, die der Oberfranke in seiner 38-minütigen Wahlkampfrede ansprach: Der Verteidigungsminister begründete den Einsatz in Afghanistan, betonte, dass das Land nur ein Dominostein sei, der weitere Steine zum Umfallen bringen könnte. Damit würde die Sicherheit verloren gehen, für die die deutschen Soldaten zurzeit in Afghanistan im Einsatz seien und ihr Leben riskierten.

Begleitet haben die Ibbenbürener die Rede mit viel Applaus. Nur ein Plakat mit der Aufschrift „Mörder“ bereitete Ärger und wird für vier Demonstranten wohl eine Anzeige wegen Beleidigung nach sich ziehen.

Extra aus Münster nach Ibbenbüren war Sebastian Leidinger gekommen, um zu Guttenberg dafür zu danken, dass der den Konflikt dort als „Krieg“ bezeichnet hatte. Der ehemalige Aufbauhelfer in dem Krisengebiet hat selbst entsprechende Erfahrungen gemacht und findet es gut, dass der Politiker „klare Worte“ spricht.

Ohnehin war „Klarheit“ am Donnerstagabend auf dem Ibbenbürener Marktplatz ein oft geäußertes Wort. Guttenberg betonte, dass sie Voraussetzung für eine konstruktive Politik sein müsse. Und er lobte Landesarbeitsminister Karl-Josef Laumann für seine Klarheit, weil der sich so für das Münsterland eingesetzt habe, dass Berlin „wie ein kümmerlicher Vorort von Ibbenbüren“ erschienen sei.

Die 33-jährige CDU-Kandidatin Christina Schulze Föcking war beeindruckt nicht nur von der freien Rede (zu Guttenberg: „Ich lass gerne mein Herz reden und nicht, was andere Menschen mir aufschreiben.“), sondern auch von der - öffentlichkeitswirksamen - Forderung, dass Politiker ihre Arbeit mehr als Dienstleistung verstehen müssten. Dass wolle sie im Falle einer Wahl auch so machen, versprach die Landwirtin aus Steinfurt: „So muss Politik sein.“

VON STEFAN WERDING, MÜNSTER

 

 
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