"Die KPV im Kreis Steinfurt ist gut aufgestellt", sagte der scheidende Vorsitzende Winter bei der Staffelübergabe. Die Veranstaltungen der letzten Monate seien pandemie-bedingt digital abgelaufen, hätten aber trotzdem guten Zulauf gehabt, vor allem Weiterbildungs-Angebote rund um die Kommunalwahlen im letzten Jahr. Der neue Vorsitzende Willebrandt betonte, das Engagement seines Vorgängers fortsetzen und die Vernetzung der KPV vor Ort voran treiben zu wollen.

Als Gastrednerin berichtete Andrea Stullich, Landtagsabgeordnete aus Rheine, über ihre Arbeit als medienpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion und im neugegründeten Parlamentarischen Begleitgremium Corona des Landtags. Sie zog Bilanz der ersten vier Jahre Arbeit der CDU-/FDP-Landesregierung unter Ministerpräsident Armin Laschet.

"Es gibt viele gute Argumente für überzeugende CDU-Politik in NRW", so Stullich. Beispielhaft nannte sie das Azubi-Ticket, die Heimatförderprogramme, die Kostenübernahme für die Ausbildung in den medizinischen Fachberufen und das Programm "Moderne Sportstätte 2022", das größte Sportförderprogramm, das es je in Nordrhein-Westfalen gegeben hat. "Insgesamt sind in den Kreis Steinfurt fast neun Millionen Euro allein aus diesem Förderprogramm geflossen", so Stullich, die den Kommunalpolitikern auch einen Ausblick auf den Landeshaushalt 2022 gab: "Es wird Rekordfördermittel für Investitionen in kommunale Straßen, öffentlichen Nahverkehr und Radwege geben - allein für Radwege plant NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst mehr als 100 Millionen Euro ein."

Wichtig war den KPV-Mitgliedern das Thema Klimapolitik. Dazu Stullich: "NRW soll bis 2045 klimaneutral werden - fünf Jahre früher, als ursprünglich geplant. Das haben wir im Juni im Klimaschutzgesetz festgelegt." Ambitionierte Klimaziele könnten aber nur erreicht werden, wenn es dafür auch einen breiten gesellschaftlichen Konsens gebe. "Nachhaltige Klimapolitik muss wirtschaftliche Interessen berücksichtigen und soziale Sicherheit garantieren."

Vom Wahlsieg bei der Bundestagswahl zeigte sich Stullich überzeugt, "denn die Union kann als einzige Partei unterschiedliche Strömungen in der Gesellschaft binden, also klassisch Volkspartei sein". Dazu trüge vor allem die tiefe Verwurzelung vor Ort durch Tausende engagierter Kommunalpolitikerinnen und -politiker bei, die sich Tag für Tag um die Themen und die Sorgen vor Ort kümmerten.

Die KPV vertritt die Interessen von 75.000 Gemeinde- und Stadträten sowie Kreistagsmitgliedern und Mitgliedern weiterer kommunaler Vertretungen. Sie will die Grundsätze von CDU und CSU in der Kommunalpolitik verwirklichen, insbesondere die Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung.

Dem neuen KPV-Kreisvorstand gehören außerdem als stellvertretende Vorsitzende Bürgermeister Robert Wenking aus Horstmar und Rudolf Diekmann aus Steinfurt an.

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