Unter Vorsitz von Christina Schulze Föcking tagte der CDU-Kreisvorstand am Flughafen Münster – Osnabrück, um sich aktuell über die Lage nach der Germania-Insolvenz aus erster Hand zu informieren.

Flughafengeschäftsführer Prof. Dr. Rainer Schwarz berichtete über die unerwartete Insolvenz der Airline Anfang Februar. Innerhalb kurzer Zeit sei es mit großen Anstrengungen gelungen, mehrere neue Fluggesellschaften zu gewinnen, die rd. 200.000 von den 266.000 bei der Germania gebuchten Flüge ab dem Sommerflugplan übernehmen können. Man werde zwar die für 2019 gesteckten Ziele nicht ganz erreichen, könne jedoch einen herben Rückschlag voraussichtlich vermeiden.

Immerhin sei es 2018 gelungen, im operativen Geschäft den Verlust deutlich zu reduzieren und durch die Tilgung von Krediten durch die Gesellschafter die Schuldenlast um mehr als 50 % zu reduzieren. Dadurch könne die Zinsbelastung deutlich verringert werden und voraussichtlich bis 2021 ein ausgeglichenes Ergebnis am FMO erreicht werden.

In der Diskussion wurde auch die Konkurrenzlage zum Flughafen Düsseldorf thematisiert, der inzwischen der größte Low-cost Flughafen in Deutschland ist und der im Touristikbereich ein erhebliches Potential an Fluggästen auch aus dem Einzugsgebiet des FMO für sich gewinnen konnte.

Wichtigste Airline für den FMO ist nach wie vor die Lufthansa mit rd. 400.000 Passagieren. Die erfolgreichsten Destinationen sind München (5 mal täglich) und Frankfurt (4 mal täglich).

Der CDU-Kreisvorstand dankte der Geschäftsführung des FMO für ihre tatkräftigen und erfolgreichen Bemühungen um neue Airlines nach der Germania-Pleite. Auch Landrat Klaus Effing lobte das Engagement des FMO und zeigte sich zuversichtlich, dass die positive Entwicklung in den nächsten Jahren fortgesetzt wird.

Mit großem Interesse verfolgte man den Bericht der dem Kreisvorstand angehörenden Bundesbildungsministerin Anja Karliczek. Ihr war es in der vergangenen Woche gelungen, die Grundgesetzänderung durch den Bundestag zu bringen.Nach der in Kürze zu erwartenden Zustimmung des Bundesrates werden 5 Mrd. € aus Bundesmitteln in den nächsten 5 Jahren für die digitale Ausstattung der Schulen in Deutschland bereitgestellt, davon erhält NRW rd. 1 Mrd. €.

Außerdem berichtete Anja Karliczek über eine gemeinsame Initiative mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn: Die nationale Dekade gegen den Krebs soll die Heilungschancen bei Krebserkrankungen steigern. Zunächst werden zusätzlich 62 Mio. € bereit gestellt, um den Erfolg von Therapien zu vergleichen und Krankheitsverläufe und Behandlungsmethoden in einer Datenbank zu speichern. So können Ärzte direkt und zeitnah wichtige Informationen erhalten und diese für ihre Patienten nutzen.

Zudem beschäftigte sich der Kreisvorstand mit den Beschlüssen im Düsseldorfer Landtag, über die Andrea Stullich und Christina Schulze Föcking berichteten.

Die Finanzplanung des Kreisverbandes für 2019 wurde einstimmig beschlossen. Ebenso der Terminplan und die Planung weiterer Fachtagungen im 2. Halbjahr zu den Themen Migration, Wirtschaft und Mobilität. Ein besonderer Schwerpunkt lag in der Vorbereitung der Europawahl am 26. Mai. Der Kreisvorstand zeigte sich hocherfreut über den Listenplatz 2, auf dem die NRW CDU Markus Pieper plaziert hat. So kandidiert einer der profiliertesten Europaabgeordneten der CDU im Münsterland.

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