Wilfried Grunendahl, CDU-Fraktionsvorsitzender im Kreistag Steinfurt berichtete über die schwierigen, aber erfolgreichen Verhandlungen mit den anderen Fraktionen, um eine Mehrheit für einen soliden Kreishaushalt zu finden. Die allgemeine Kreisumlage wird nicht erhöht, und damit werden zusätzliche Belastungen für die Kommunen verhindert. Erfreut zeigte sich der Kreisvorstand über die mit großer Mehrheit erfolgte Wahl einer qualifizierten Frau zur neuen Kreisdirektorin in der Kreisverwaltung.

Zugeschaltet war auch der Geschäftsführer des Flughafens FMO,. Prof. Rainer Schwarz. Er erläuterte die aktuelle Situation, die durch die Corona-Pandemie den erfreulichen Aufwärtstrend im Jahr 2019 abrupt gestoppt habe. Wenn die Region weiterhin den Flughafen tatkräftig unterstützt, wird es nach seiner Meinung möglich sein, ab 2025 den Normalzustand wieder herzustellen und die positive Entwicklung fortzusetzen.

Mehrere Teilnehmer aus dem Kreisvorstand unterstrichen die große Bedeutung des Flughafens für die wirtschaftliche Entwicklung des Münsterlandes. Ohne den Flughafen wären mehrere wichtige Firmenansiedlungen in der Vergangenheit nicht möglich gewesen. Die Politik der CDU, die Verkehrsinfrastruktur im Münsterland auszubauen und auch in den Flughafen zu investieren, ist eine der Ursachen für die erfolgreiche Ansiedlung von Betrieben und den Ausbau der Arbeitsplätze. Allein in den vergangenen 10 Jahren konnten im Münsterland mehr als 120.000 zusätzliche sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze geschaffen werden. Das sind 23,4 % mehr als der Bestand im Jahr 2010 und ein deutlich besseres Ergebnis als im Landesdurchschnitt NRW.

Ortsnahe Flugverbindungen insbesondere zu den wichtigen Drehkreuzen in Europa, aber auch in die Wirtschaftszentren in Deutschland sind für einige Betriebe von großer Bedeutung. Auch viele Touristen schätzen die kurzen Anfahrtswege zu einem leistungsfähigen Flughafen mit guter Überschaubarkeit.
Der CDU-Kreisvorstand und die CDU-Ortsvorsitzenden unterstützen die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat bei ihrem Engagement für die Zukunft des FMO´s:
1. Durch Verhandlungen mit den Airlines soll möglichst bald wieder ein attraktives Flugangebot ab dem FMO entstehen.
2. An dem Ziel, den Flughafen ab 2030 klimaneutral zu fahren, wird festgehalten.
3. Die erheblichen Anstrengungen in der Region, Elektroantriebe und wasserstoffbetriebene Mobilität auszubauen, sollen auch für den Flugverkehr ab FMO genutzt werden, sobald dies technisch und wirtschaftlich möglich ist.
4. Die Anstrengungen der Geschäftsführung, Teile des Terminals in Greven zu vermieten und dadurch das Defizit zu verringern, werden nachdrücklich unterstützt.
In den vergangenen 40 Jahren ist es gelungen, eine breite Unterstützung für den Ausbau des FMO im Münsterland und in den benachbarten Kreisen und Städten in Niedersachsen zu finden. Coronabedingte Einbrüche dürfen nicht zu kurzsichtigen Fehlentscheidungen führen. Links-grüne Vorschläge aus Münster, den FMO zu schließen sind kontraproduktiv, weil sie die gegenwärtigen Anstrengungen von Ge-schäftsführung und Aufsichtsrat behindern, Airlines verunsichern und dazu beitragen, dass Fluggäste auf andere, weiter entfernt liegende Airports abwandern.

Eine Schließung des Flughafens wäre mit erheblichen Kosten der Abwicklung verbunden, ein Rückbau des Flughafens würde die Gesellschafter über Jahre finanzi-ell belasten und die Region würde nie wieder einen eigenen Flughafen bekommen. In schwierigen Zeiten muss man zusammenstehen, muss man langfristig denken und nicht vergessen, dass sich die bisherigen Anstrengungen für den FMO nachweislich gelohnt haben, so die einmütige Auffassung der CDU im Kreis Steinfurt.

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