Kreis Steinfurt. – „Bevölkerungs- und Hochwasserschutz – das sind zwei zentrale Bereiche, die wir jetzt verstärkt anpacken müssen!“ Die eintägige Klausurtagung der CDU-Kreistagsfraktion in Saerbeck zu den Kernthemen Soziales und Bevölkerungsschutz bekam durch die jüngste Flutkatastrophe unter anderem in NRW einen höchst aktuellen Hintergrund. Als Gast begrüßte die Fraktion NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, der neben einem Sachstand zur Corona-Pandemie eindrucksvoll von seinem Besuch in den Hochwassergebieten berichtete. Eine derartige Katastrophenlage erfordert einen umfassenden und gut organisierten Bevölkerungsschutz: wie der Kreis Steinfurt hier unter anderem personell, maschinell und technisch aufgestellt ist, dazu hat die CDU-Kreistagsfraktion eine entsprechende Anfrage an die Kreisverwaltung formuliert. „Uns geht es um eine Bestandsaufnahme der aktuellen Katastrophenschutz-Maßnahmen im Kreis Steinfurt und darum, vielleicht von den jetzigen Erfahrungen aus der Flutkatastrophe zu lernen“, begründet die erste stellvertretende Vorsitzende Anne Raffel die Anfrage ihrer Fraktion. Neben den Bausteinen für einen umfassenden Bevölkerungsschutz ging es in Saerbeck auch um soziale Herausforderungen während und nach der Corona-Pandemie. Roswitha Reckels vom Amt für Soziales, Gesundheit und Pflege des Kreises appellierte unter anderem, vor allem Jugendliche und ältere Menschen im Blick zu haben, die verstärkt mit den Auswirkungen der Pandemie zu kämpfen hätten. Die CDU-Kreistagsfraktion sicherte Unterstützung für die sozialen Dienste zu. Verstärkt kümmern möchte sich die Fraktion aber auch um das Vereinsleben, das unter Corona vielerorts ums Überleben kämpft. „Für den gesellschaftlichen Zusammenhalt sind Vereine aus Kultur, Brauchtum, Sport und Sozialem unverzichtbar. Wo Strukturen einbrechen oder vor dem Aus stehen, müssen wir unsere Hilfe und Alternativen anbieten“, sind sich die Fraktionsmitglieder einig.

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