„Es geht beispielsweise um Situationen, in denen ein pflegebedürftiger Mensch zeitweise nicht durch seine pflegenden Angehörigen betreut werden kann, da diese kurzfristig selbst medizinische Hilfe brauchen. Gerade die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass eine Versorgungslücke besteht, wenn pflegende Angehörige ausfallen. Diese gibt es auch, wenn Menschen unvorhersehbar etwa aus dem Krankenhaus entlassen werden, ohne dass eine Folgebetreuung zu Hause sichergestellt ist“, so Simone Berkmann, CDU-Abgeordnete und CDU-Sprecherin im zuständigen Fachausschuss.

Nicht nur für diese beschriebenen Szenarien sollte es kreisweit eine unkomplizierte, schnelle und verlässliche Lösung geben. „Nicht jeder hat Angehörige in unmittelbarer Nähe, um von ihnen in unvorhergesehenen und akuten Lebenslagen schnell Hilfe und Unterstützung zu bekommen. Spontanes Handeln ist für die Betroffenen erforderlich, ohne dass ihnen Handlungsstrukturen und Abläufe bekannt sind. Dafür muss es eine Art Bereitschafts-/ Notdienstsystem geben, das dann hilft.“ Der jetzt eingebrachte Antrag sieht die Überprüfung einer möglichen Einrichtung eines solchen Systems für Seniorinnen und Senioren in Notsituationen vor. Es soll eine beratende, koordinierende und organisierende Funktion in bestehende Strukturen (wie die Kurzzeitpflege) übernehmen. „Unser Dank geht an Beatrix Steinbach-Möllers und Norbert Helming von der Emsdettener CDU, die aufgrund von Erlebnissen Emsdettener Bürger den Anstoß zu dem Antrag gegeben haben“, so Berkmann abschließend.

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