Münsterland-CDU unterstützt Hilfszahlungen an Landwirte

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Christina Schulze Föcking MdL
Christina Schulze Föcking MdL

Die münsterländische CDU unterstützt die Pläne von Bundeskanzlerin Angela Merkel für Hilfszahlungen an deutsche Milchbauern. 

„Der enorme Preisverfall für Milch bedroht viele Milchbauern in ihrer Existenz“, sagte der CDU-Bezirksvorsitzende Karl-Josef Laumann. Die Betroffenheit im Münsterland sei außerordentlich groß. 

„Im Münsterland gibt es rund 1.700 Milchbauern, das ist jeder fünfte landwirtschaftliche Betrieb“, so Laumann. Für die Hilfszahlungen des Bundes gibt es nach Auffassung des Christdemokraten mehrere gewichtige Gründe. „Ein Verschwinden der deutschen Milchbauern kann uns im Extremfall von Importen abhängig machen“, so Laumann. Es sei nicht selbstverständlich, dass man sich im Münsterland mit regional erzeugten qualitativ hochwertigen Lebensmitteln selbst versorgen könne. „Versorgungssicherheit ist nicht nur bei Energie, sondern auch bei Lebensmitteln wichtig“, sagte Laumann.

Christina Schulze Föcking MdL, die Vorsitzende des Bezirksagrarausschusses und des Landesagrarausschusses der NRW CDU, begrüßt ebenfalls die Bemühungen der Bundesregierung, den wirtschaftlich in große Bedrängnis geratenen Landwirten zu helfen. Sie weist jedoch darauf hin, dass auch andere Bereiche der Landwirtschaft unter erheblichem Druck stehen. 

 

So positiv und unverzichtbar Hilfsmaßnahmen seien, so reiche es jedoch nicht, wenn diese nur kurzfristige Hilfen bringen. „Die Hilfsprogramme müssen langfristig angelegt sein, sonst verpufft die Wirkung und die Mittel erreichen nicht den Zweck, den sie erreichen sollen. Niemandem wäre damit geholfen“, so Christina Schulze Föcking MdL.

Von dem geplanten Milchgipfel erwartet Laumann nicht nur Vereinbarungen über Hilfszahlungen, sondern Vorschläge, wie das Problem des Preisverfalls bei landwirtschaftlichen Produkten gelöst werden kann. 

„Lebensmittel sind kein Produkt wie jedes andere. Da muss man auch mal ungewöhnliche Wege gehen, um die Versorgung dauerhaft zu sichern“, sagte der CDU-Politiker. Die fortschreitende Konzentration im Lebensmitteleinzelhandel sei sicherlich nicht hilfreich.  

„Dadurch, dass Wirtschaftsminister Siegmar Gabriel (SPD) die Fusion von Edeka und Tengelmann gegen alle nachvollziehbaren Einwände durchgesetzt hat, hat er den Trend zu noch mehr Marktmacht angeheizt. Der gegenseitige Unterbietungswettbewerb wird die Lage der Landwirte weiter verschärfen“, so die Befürchtung von Christina Schulze Föcking MdL.  

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