Dorfkindergarten - Familienfreundliche Standorte fördern

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Wilfried Grunendahl
Wilfried Grunendahl

„Da, wo Gemeinschaftsleben lebendig und stark spürbar ist, wird eine eigene, im Dorfleben stark verwurzelte Kita eine weitere dynamische Chance zur Dorfentwicklung werden“. Mit dieser Kernaussage begründet die CDU-Kreistagsfraktion unter anderem ihren Antrag, Ortsteile und damit wohnstandortnah Kindertageseinrichtungen zu stärken oder neu anzubieten. Die kleinen Ortsteile sind in der Kita - Planung zwar sozialräumlich erfasst, können oft jedoch nicht in vollem Umfang die Kinder aus ihrem direkten Umfeld aufnehmen. Kinder werden früh zu Fahrkindern, Eltern durch Zeitaufwand zusätzlich belastet, Nachbarschafts- und Oma und Opa -Bring- und Holdienste sind nicht immer umsetzbar. Dem Bedarf entsprechende Übergangsgruppen, zumindest aber eingruppige oder als Dependancen geführte Kitas, können die Basis für weitere, wohnstandortnahe Angebote sein.

 „Sicher ist, die allermeisten Eltern wünschen sich nahe Kitas. Dörfliche Kitas mit familiärem Charakter sind wichtig und tragen zur Verwurzelung und vor allem zur Belebung des Dorfes bei, werden zum Treffpunkt zwischen den Generationen und damit zu einem weiteren wertvollen Ortsmittelpunkt mit einem breiten bürgerschaftlichem Engagement“, nahm Fraktionsvorsitzender Wilfried Grunendahl  Diskussionspunkte auf.

Benno Hörst
Benno Hörst

Bisher scheiterten einzelne Dorf-Kitas an der Grenze zu bestimmten Schwellenwerten, häufiger jedoch an betriebswirtschaftlichem Rahmenbedingen. Benno Hörst benannte Welbergen als Beispiel eines neu zu ziehenden Sozialraumes für einen, dort noch nicht vorhandenen, dorfeigenen Kindergarten, ohne die Langenhorster Einrichtung zu gefährden.„Der gut gehende Dorfladen und die freiwillige Feuerwehr sind bereits Zeichen von Gemeinsamkeit, Zusammenhalt und Interesse an der Dorfentwicklung“.

Doris Gremplinski
Doris Gremplinski

„Aktuelle, positive Beispiele sind die beschlossenen Erweiterungen „Birgte (Riesenbeck)“ sowie die Erweiterung um die 3. Gruppe Bauernschaft - Standort Hollich (Burgsteinfurt) und die damit verbundene Bestandssicherung“, informierte Doris Gremplinski in der Fraktion. „Jedes Dorf lebt so von und mit Kindern. Für Familien sind wohnstandortnahe Kitas ein Ort, an dem sie sich auch informell gern treffen und sich ortsnah austauschen und auch oft gegenseitig unterstützen können. Sozialarbeit auf Gegenseitigkeit.“

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